Aktuelles
Ethischen Maßstab bewusst ignoriert
Sparwille trotz Haushaltssperre nicht erkennbar
Steuergelder sollen mal wieder herhalten
Jetzt nur nicht nachlassen

Antrag/Anfrage im Rat der Stadt Dortmund

Kapitalerhöhung 2011 der RWE AG

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir bitten um Beratung und Abstimmung folgenden Antrags:

Beschlussvorschlag

Der Rat fordert die Verwaltung auf, ein Gutachten zur künftigen Entwicklung der Gesellschaftsbeteiligungen/-strukturen der DEW21 in Auftrag zu geben.

Das Gutachten soll insbesondere folgende Aspekte berücksichtigen:

  • sämtliche sinnvollerweise in Betracht kommenden Umstrukturierungsszenarien nach Auslauf des Gesellschaftsvertrages im Jahre 2014 (z.B. Übernahme von RWE-Anteilen, Rekommunalisierung der DEW21, etc.)
  • Kosten einer Übernahme von RWE-Anteilen an der DEW21
  • Schaffung eines „Großkonzern“ Energiewirtschaft, an deren Spitze die DEW steht
  • Effekte auf das derzeitige Versorgungsnetzwerk
  • Effekte auf die Preisgestaltungen mit möglichen Auswirkungen auf den Endverbraucher
  • mögliche indirekte für den Haushalt der Stadt Dortmund entstehende Kosten


Begründung:

Die aktuelle Diskussion im Zusammenhang mit dem Auslaufen des Gesellschaftsvertrages um die DEW21 im Jahre 2014 zeigt die Notwendigkeit, bereits frühzeitig in den Entscheidungsprozess um die künftige Strukturierung der DEW21 einzusteigen. Die derzeit in der öffentlichen Diskussion in Betracht kommenden Szenarien reichen dabei von einer Fortführung des derzeitigen status quo, über eine vollständige Rekommunalisierung des Unternehmens bis hin zu einer umfassenden Neustrukturierung der DEW zu einem „Großkonzern“ der Energiewirtschaft.

Auch wenn die involvierten Kommunalbeteiligungen (DEW21, DSW21) in der Lage sind, entsprechende Beschlussempfehlungen an die befassten Gremien zu erstellen und die dahinterliegenden Sachverhalte zu erläutern, erscheint es angesichts der Bedeutung dieses Prozesses angemessen und sinnvoll, sämtliche in Betracht kommenden Handlungsalternativen durch ein unabhängiges Gutachten prüfen zu lassen.

Nur so lassen sich die jeweiligen Effekte und Auswirkungen umfassend gegeneinander abwägen und mögliche Konsequenzen – insbesondere für die Stadt, ihre Beteiligungen und vor allen für den Endverbraucher – im Sinne einer nachhaltigen und für die Stadt Dortmund sinnvollen Entscheidung eruieren.

Mit freundlichen Grüßen

 

gez.
Lars Rettstadt
Vorsitzender
f. d. R.
Matthias Güssgen
Geschäftsführer