Die FDP/Bürgerliste sieht in dem am vergangenen Dienstag von der Verwaltung abgegebenen Bericht zu den kalkulierten Mehrkosten beim U-Turm für die Jahre 2012 und 2013 einen nicht enden wollenden Albtraum für den Haushalte der Stadt Dortmund. Die Kostenexplosion von den ursprünglich angenommenen jährlichen Folgekosten in Höhe von 3,76 Mio. € auf nunmehr Unterhalskosten in 2012 von 9,6 Mio. € und prognostizierten 10,2 Mio. € in 2013 ist nicht hinnehmbar. „Es ist ein unverantwortlicher Akt der Selbstüberschätzung alter und neuer Stadtspitzen, die zum haushaltsrechtlichen Offenbarungseid für alle Dortmunder Bürgerinnen und Bürger führt“, beschreibt Hein Dingerdissen, (FDP) Kulturpolitischer Sprecher sowie stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP/Bürgerliste, seine Sicht zur aktuellen Situation am U-Turm.
„Es kann einem schon Angst und Bange werden, wenn man sich dieses Schauspiel ansieht und fragt, wer die Lasten für dieses Meisterwerk der Inkompetenz tragen muss, dass bislang nur leere Versprechungen und Kosten in Millionen Höhe verursacht hat - am Ende sicherlich wieder einmal allein die Bürgerschaft“, kritisiert Dr. Thomas Reinbold (Bürgerliste).
Es muss schon ein großes Maß an Verblendung geherrscht haben, wenn man nun von nicht vorhersehbaren Mehrkosten spricht, die verursacht werden, weil die Betriebskosten höher ausfallen und nun plötzlich Miete gezahlt werden muss, die vorher nicht kalkuliert war. „Aber was soll man auch von einer Verwaltung erwarten, die in fast allen Bereichen Ihrer Investments am Ende vorträgt, dass mit den Mehrkosten in dieser Höhe nicht gerechnet werden konnte“, verweist Dingerdissen in diesem Zusammenhang auf andere Deals der Stadt, welche teils Verluste bis zu dreistelligen Millionenbeträgen verursachen.
„Hier ist wirklich einmal die Frage erlaubt, ob die Bürgerinnen und Bürger nur einer naiven Verwaltung unterlegen sind oder ob hier gezielt mit irreführenden Angaben bei U-Turm gearbeitet wurde“, sind sich Dingerdissen und Dr. Reinbold einig. „Unsere Fraktion wird sich dafür einsetzen, das dieses unerträgliche Verhalten der Verwaltungsspitze Konsequenzen hat und im Rahmen eines Untersuchungsausschusses aufgegriffen wird, denn so naiv kann niemand bei der Planung des U-Turms gewesen sein“, kündigt Dingerdissen die von der Fraktion geplanten Weiterungen an.