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Gutachten soll Zukunft der DEW21 vorbereiten

Fraktion verlässt sich nicht auf lokale Akteure allein

Geht es nach dem Willen von FDP/Bürgerliste, soll ein unabhängiges Expertengutachten sämtliche Aspekte zur Zukunft der DEW21 nach 2014 beleuchten. Am kommenden Donnerstag (23.2.) soll der Rat über einen entsprechenden Antrag der Fraktion entscheiden.

„Auch wenn die an diesem Prozess beteiligten kommunalen Gesellschaften wie DEW21 und DSW21 in der Lage sind, eine entsprechende Beschlussempfehlung an den Rat zu erstellen und die dahinterstehenden Sachverhalte zu erläutern, halten wir es angesichts der Bedeutung dieses Prozesses für angemessen und sinnvoll, sämtliche in Betracht kommenden Szenarien durch ein unabhängiges Gutachten prüfen zu lassen“, möchte der Fraktionsvorsitzende Lars Rettstadt (FDP) die Zukunft des Dortmunder Energieversorgers nicht allein von den Aussagen lokaler Akteure abhängig machen. „Da ist uns einfach die Gefahr einer subjektiven Darstellung zu groß.“

Ende 2014 läuft der Gesellschaftsvertrag von DEW21, an der die Dortmunder Stadtwerke mit 53% und der RWE Konzern mit 47% beteiligt sind, aus. Die derzeit in der öffentlichen Diskussion debattierten künftigen Handlungsmodelle reichen dabei von einer Fortführung des derzeitigen status quo, über eine vollständige Rekommunalisierung des Unternehmens bis hin zu einer umfassenden Neustrukturierung einer kommunalen Energiesparte unter dem Dach der DEW21.

„Wie auch immer die letztendliche Lösung aussehen mag, sie muss für den Konzern Stadt Dortmund finanziell erträglich und kartellrechtlich unbedenklich sein sowie der Stadt die notwendige Versorgungssicherheit bieten und bei den Bürger nicht zu steigenden Energiekosten führen“, schlägt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Dr. Thomas Reinbold (Bürgerliste) schon einmal einige der für die Fraktion wichtigen Eckpfeiler ein.

„Ziel des Gutachtens muss es sein, für jedes denkbare Modell die jeweiligen Vor- und Nachteile aufzuzeigen. Dies wird seine Zeit brauchen und auch Geld kosten. Daher ist der Rat gut beraten, möglichst frühzeitig in diesen Prozess einzusteigen und die dafür notwendigen Mittel in die Hand zu nehmen. Nur so steht am Ende auch ein für die Stadt und die Bürger optimales Ergebnis“, sind Rettstadt und Reinbold überzeugt.